{"id":129,"date":"2023-07-15T23:50:56","date_gmt":"2023-07-15T21:50:56","guid":{"rendered":"https:\/\/chiemgau.server-bock.de\/?page_id=129"},"modified":"2025-03-10T22:23:30","modified_gmt":"2025-03-10T21:23:30","slug":"historische-ereignisse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.historischer-chiemgau.de\/?page_id=129","title":{"rendered":"Historische Infos"},"content":{"rendered":"\n<p><mark style=\"background-color:#fff\" class=\"has-inline-color has-accent-color\"><strong>Historische Infos, Ereignisse nach Datum geordnet<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>500 \u2013 15 vor Christus<\/strong>: Ein reich ausgestattetes keltisches Frauengrab, aufgefunden im Gel\u00e4nde der G\u00e4rtnerei an der Wasserburger Stra\u00dfe 2 wird mit der Sp\u00e4t-Latenezeit in Verbindung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; Als die R\u00f6mer um das <strong>Jahr 14 n. Chr.<\/strong> In den Raum zwischen Alpen und Donau eindrangen, fanden sie einenschier undurchdringlichen Urwald vor. Dieses Waldgebiet wurde dir r\u00f6mische Provinz Noricum, die vorr\u00fcckenden Legionen fanden ein d\u00fcnn besiedeltes Land vor; die keltischen Bewohner zogen gr\u00f6\u00dften Teils zuvor hinter die Donau zur\u00fcck. Mit der Besiedelung des Landes war der erste Feind der R\u00f6mer \u201eder Wald\u201c. Kaiser Hadrian gr\u00fcndete Juvavum (Salzburg) und baute R\u00f6merstra\u00dfen nach Augsburg und Kempten. In dem unwirtlichen Noricum entstand ein Stra\u00dfennetz mit Milit\u00e4rstationen und Siedlungen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; herschten anfangs die Grafen. Schon <strong>744<\/strong> kommt in Chieming der Hofeigner Chiemmi vor, der von Karl den Gro\u00dfen zum Gaugrafen ernannt wurde. Seine Nachkommen scheinen diese W\u00fcrde nicht ausge\u00fcbt zu haben. Um 760 erscheint ein Graf Gunther von Ottong im Chiemgau und seine Augsburger Frau Egila als Gr\u00fcnder des Klosters und der Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nu\u00dfdorf<\/em> &#8211; wird <strong>788 <\/strong>erstmals erw\u00e4hnt, 1120 der erste Edle von Nu\u00dfdorf \u201eHartmann I\u201c. Nach knapp 100 Jahren starb das Geschlecht aus. Sie hatten einige G\u00fcter, darunter M\u00f6gling, G\u00fcter in Ruhpolding, Sch\u00f6nramm und die Burg Rabenstein in K\u00e4rnten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau\/Chiemsee<\/em> &#8211; um <strong>790<\/strong> erscheint der Hofeigner Chiemmi als Gaugraf vor; 1187 ein Chiemo. Sie geben dem Ort, dem See und dem Gau den Namen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; um <strong>800 n. Christus<\/strong>: wird in der \u00e4ltesten Salzburger Urkundensammlung eine Siedlung \u201ead Truon\u201c (an der Traun) genannt, vermutlich am Traun\u00fcbergang der R\u00f6merstra\u00dfe Juavum (Salzburg) \u2013 Augusta Vindelicorum (Augsburg).<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grabenst\u00e4tt<\/em> &#8211; Die Otakare von Grabenst\u00e4tt z\u00e4hlen zu den gro\u00dfen Geschlechtern des Chiemgaus. In der Mainzer Gegend ist ihr Anfang, 754-792 kommt der Name dort auf. Um <strong>890<\/strong> sind sie im Chiemgau. Bis zum Tod Otakars III. 1178 war Grabenst\u00e4tt eine Grafschaft. Die Herren von Grabenst\u00e4tt scheinen noch vor 1200 ausgestorben zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hohenstein<\/em> &#8211; Auf dem Schlo\u00dfberg \u00fcber Staudach-Egerndach stand vor Jahrhunderten die Burg Hohenstein, die Stammburg der Ritter von Hohenstein, deren Grafschaft bis ins Inntal reichte. Im<strong> 9. Jahrhundert<\/strong> wird der erste, Adelbert von Hohenstein genannt, der Urahne dieses Edelgeschlechtes, welches auch die Burg Marquartstein gr\u00fcndete. Um 1256 erlosch dieses Edelgeschlecht mit Engelbert von Hohenstein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; Der Siedlungsraum zwischen Chiemsee und Hochberg verwaltete zu Beginn des <strong>10. Jahrhunderts <\/strong>ein Graf Reginbert \u2013 Hauptvogt des Erzstifts Salzburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Chiemgau &#8211; 08.06.959; Der Chiemgau kommt an Salzburg; durch die Grafen Hartwich und Warmund mit Genehmigung K\u00f6nig Otto I. das ganze Gebiet zwischen Chiemsee und Wei\u00dfen Traun sowie das Forstgebiet bis zur Salzburger Grenze als Reichslehen an das Erzbistum Salzburg. Dieses Gebiet geh\u00f6rte damals zur Grafschaft Grabenst\u00e4tt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Baumburg<\/em> &#8211; die Uferh\u00e4nge von Traun und Alz sind seit der Jungsteinzeit bewohnt. <strong>925<\/strong> als \u201ePoumburc\u201c erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Gr\u00fcndung eines wohl kurzlebigen Klosters zu Beginn des 11 Jh.s durch den Chiemgaugrafen Sighard IV. vermutlich an Stelle eines alten Stammsitzes; Kirchenweihe 1023. Um 1107\/08 Neugr\u00fcndung als Augustinerchorherrenstift auf Betreiben der Gr\u00e4fin Adelheid von Sulzbach nach ihrem Tod um 1105, Best\u00e4tigung durch Papst Paschalis um 1109. In beherrschender Lage auf der steil abfallenden Unferh\u00f6he vor der Vereinigung der beiden Fl\u00fcsse gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Molberting<\/em> &#8211;  wurde als einzigster Ort der Gde. Siegsdorf bereits im Jahr <strong>927<\/strong> als \u201eNordperhtesdorf\u201c erw\u00e4hnt. Um 1300 als \u201eAlbrehting\u201c und 1392 als \u201eMalbrechting\u201c genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Westerbuchberg<\/em> &#8211; hier stand im <strong>11. \u2013 12. Jahrhundert<\/strong> ein Edelsitz. Die vermutlich aus der Burgkapelle entstandene heutige kleine Kirche enth\u00e4lt kostbare alte Fresken<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>Bis etwa 1200<\/strong> war bereits eine stattliche Anzahl von Gottesh\u00e4usern anzutreffen, von ihren Bauten ist allerdings nichts mehr erhalten. Ihre Gr\u00f6\u00dfen sind mit deutlich kleineren Abmessungen vorzustellen als heute bekannt, man geht davon aus das gr\u00f6\u00dftenteils mit Holzmaterial gebaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Irsing<\/em> &#8211; Gegen\u00fcber St. Georgen, am anderen Ufer der Traun, liegt Irsing. Dort stand neben dem jetzigen Friedhof die Burg Irsing. Leider ist \u00fcber die Besitzer fast nichts bekannt. Im Codex Trad. Baumburg kommt <strong>1120<\/strong> ein Altmann de Orsingen nobilis vir vor, der mit Zustimmung seiner Mutter und zweier Br\u00fcder an die Reliquien der hl. Margarethe zu Baumburg eine Wiese auf der anderen Seite des Traunufers n\u00e4chst dem Berge \u00fcbergibt. Altmanns Br\u00fcder waren Gumbolt von Ursingen und Adolf von Ursingen, die 1135 die Schenkung der M\u00fchle des Conrad von M\u00f6gling an Baumburg best\u00e4tigen. Derselbe Altmann von Ursingen vermachte dahin ca. 1135 zum Seelenheil seines Bruders einen halben Hof in Irsing. Altmann und Altolf kommen noch ca. 1150 vor. Im Salzburger Urkundenbuch kommen im 1. Band eine Unzahl von Altmann (40) vor, auch einige Altolf. Doch ist es nicht m\u00f6glich, sie zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Heiliggeist-Br\u00fccke: <strong>1140<\/strong> erstmals erw\u00e4hnt als \u201eHallabrukke\u201c, auch Haller Br\u00fccke genannt, da hier\u00fcber das salz von Reichenhall (Gro\u00dfe Halle) in die Stadt gebracht wurde. Sie hat den Namen wohl, wie der ganze Vorort, von dem damaligen Heiliggeist-Kirchlein (Anstelle eines seit 1580 bestehneden h\u00f6lzernen, wurde von 1609-1619 ein steinernes Kirchlein erbaut. Es wurde 1959 wegen Bauf\u00e4lligkeit abgerissen und nicht wieder aufgebaut) Es stand Hangwinkelstra\u00dfe re, befindet sich die Galgenleite. Hier war das Hochgericht von Traunstein bis 1798. Br\u00fccke 1891 aus Eisen, 1977 aus Stahlbeton, aber Richtungs\u00e4nderung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grassau<\/em> &#8211; In Grassau bestand ein kleiner Ortsadel, um <strong>1150<\/strong> werden die Herren von Grazzowe genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Altenmarkt<\/em> &#8211; im M\u00fcndungsgebiet von Traun und Alz seit alters her als Stra\u00dfenknotenpunkt mit zwei Flu\u00df\u00fcberg\u00e4ngen bedeutend. Erstmals <strong>1170<\/strong> urkundlich erw\u00e4hnt der Klostermarkt, der ab 1220 \u201ealter Markt\u201c bezeichnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>28.01.1215<\/strong> der Salzburger Erzbischof Eberhard II. erh\u00e4lt vom Pabst Innozenz III. die p\u00e4pstliche Bewilligung, das Bistum Chiemsee zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Am <strong>05.02.1273<\/strong> war Herzog Heinrich XIII. in Traunstein<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>1281<\/strong> w\u00fctet mitten im Sommer ein verheerender Schneesturm. Der ganze Sommer noch dazu verregnet. Aufgrund der Missernten brach eine gro\u00dfe Hungersnot aus.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Erlst\u00e4tt<\/em> &#8211; Am <strong>04.07.1282<\/strong> kommt in Traunstein ein Eberwin von Westerkircher als herz\u00f6glicher Richter vor, der \u201eeinen Sitz in Erlst\u00e4tt\u201c hat \u2013 damit wurde Erlst\u00e4tt Adelssitz.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>1292<\/strong> in Wien stirbt Konrad I., der im Oktober 1279 vom Salzburger Erzbischof Friedrich zum Bischof von Chiemsee ernannt wurde. Seine Leiche wird nach Salzburg \u00fcberf\u00fchrt und dort wird er am 27. Januar bestattet<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Schulwesen in Traunstein; im <strong>Sp\u00e4tmittelalter<\/strong> kann man davon ausgehen das die B\u00fcrgerjugend die Grundkenntnisse im Schreiben, Lesen und Rechnen gelernt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Eisen\u00e4rzt<\/em> &#8211; geh\u00f6rte von Anfang an den bayerischen Herz\u00f6gen, wie es die Beurkundungen von <strong>1341<\/strong> und 1355 zeigen, der Bergbau und H\u00fcttenbetrieb war aber wohlhabenden Adeligen \u00fcberlassen. Der Erzbau in Eisen\u00e4rzt ist erstmals 1341 \u00fcberliefert, als am 16. Februar 1341 Kaiser Ludwig der Bayer (Herzog seit 1301, K\u00f6nig seit 1314, Kaiser seit 1328, verstorben 1347) dem \u201eFriedrich dem Mauttner zu Puorchavsen\u201c (Burghausen), seinen Kindern und ihren Erben das \u201eeysenaerztt in dem Schonrayn\u201c best\u00e4tigen lie\u00df. Kaiser Ludwig der Bayer erneuerte damit die \u00dcberlassung der Erzgewinnung im Scharam an Friedrich den Mauttner von Burghausen aus dem Jahr 1312 durch die gemeinsam regierenden und mittlerweille verstorbenen Herz\u00f6ge Heinrich XIV. (+1333), Otto IV. (+1334) und Heinrich XV. (+1339). Die Herz\u00f6ge durften um 1312 dem reichen Friedrich dem Mautner f\u00fcr geliehene Gelder die Erzgewinnung im Scharam als Pfand \u00fcberlassen haben. Die Urkunde von 1341 wurde als Lehensbrief bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Baumburg<\/em> &#8211; <strong>04.02.1342<\/strong> in der Pfarrkirche wird ein Altar zu Ehren des heiligen Georgius geweiht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Siegsdorf <\/em>&#8211; <strong>1367<\/strong>; Stephan der Saaldorfer verkauft den vierten Teil des Gutes &#8222;Eisenberg&#8220; (in der heutigen Gemeinde Siegsdorf) an den Salzburger Domprobst Eberhard.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kling<\/em> &#8211; <strong>1395<\/strong> erstach Heinrich der Ameranger, Richter zu Kling, einen Priester am Altar. Er wurde des Landes verwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Ostw\u00e4rts der Hallerbrucke stand mindestens seit <strong>1470<\/strong> eine kleine h\u00f6lzerne Kapelle als Andachtsst\u00e4tte f\u00fcr das benachbarte Siechenhaus. In den Jahren 1609 bis 1614 wurde sie baulich als Spitalkirche (Hl. Geist-Kirche) ernauert. Ihre letzte Renovierung erfolgte 1858. 1957 wurde sie wegen Bauf\u00e4lihkeit abgebrochen<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chieming<\/em> &#8211; <strong>1479<\/strong> wird Chieming Hofmark mit niedriger Gerichtsbarkeit, Heinrich Ameranger von Neuamerang war erster Hofmarksherr. 1483 verstarb er und sein Sohn Georg wurde Nachfolger.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>31.01.1491<\/strong> bei einem Gro\u00dfbrand werden Kirche und Kloster Frauenchiemsee gr\u00f6\u00dftenteils in Asche gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ruhpolding<\/em> &#8211; <strong>1496<\/strong> wird in Ruhpolding eine Bruderschaft zu Ehren des heiligen Georg ins Leben gerufen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; im <strong>16. Jhd.<\/strong>; w\u00e4hrend des Gottesdienstes an Sonn- u. Feiertagen durfte auf dem Schrannenplatz nicht gesprochen werden. Es war verboten, in den Wirtsh\u00e4usern und Branntweinschenken \u00fcber die Predigten zu diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Der Kreuzgang nach Alt\u00f6tting kommt schon in der Stadtkammerrechnung von <strong>1502<\/strong> vor. Er wurde alle Jahre Anfang Mai gehalten; das letze mal 1803, weil 1804 alle Kreuzg\u00e4nge mit Ausnahme derer am St. Markustage und in der Kreuzwoche von der Regierung verboten wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211;<strong> August 1504<\/strong> \u201eBayerischer Erbolgekrieg\u201c; die Abtissin Ursula Pf\u00e4ffinger lie\u00df ihre Fraueninsel mit Palisaden zum Schutz vor feindlichen \u00dcbergriffen befestigen. Im Chiemgau wurden mehrere St\u00e4dte und M\u00e4rkte durch niederbayerische Truppen besetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wildenwart, Rimsting<\/em> &#8211; <strong>10.08.1504<\/strong>: die Pf\u00e4lzer besetzten im Bayerischen Erbolgekrieg Prien, Rimsting und das Schloss Wildenwart. 17 Tage sp\u00e4ter eroberten die Gegner das Schloss zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Zur \u00dcberwachung der W\u00e4lder wurde in Traunstein durch Herzog Wolfgang im Jahre <strong>1509<\/strong> ein Forstamt errichtet. 1570 wurde es nach Ruhpolding verlegt und durch herzoglich belehnte F\u00f6rster versehen. Die Forstmeister aus Traunstein waren zugleich Kastner, Mautner und Zollner, sie hatten einen Hilfsbeamten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1510<\/strong> Hezog Wilhelm IV. best\u00e4tigt der Stadt Traunstein Rechte und Freiheiten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>25.01.1510<\/strong> Herzog Wolfgang genehmigt, dass in Traunstein auf der w\u00f6chentlichen Schranne das Getreide nur nach dem gestrichenen Ma\u00df verkauft sowie statt zwei jetzt vier Jahrm\u00e4rkte und an jeden Donnerstag in der Fastenzeit Viehm\u00e4rkte gehalten werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Stadtviertel Traunstein: eingeteilt um <strong>1513<\/strong>, jedem Viertel stadn ein Hauptmann vor. Zum ersten Viertel geh\u00f6rten die \u201eObere Zwerchzeil Gassen und Sonnenzeil\u201c (Schaumburgerstra\u00dfe und Stadtplatz Nordseite). Zweite Viertel \u201eUndere Zwerchzeil Gassen und Schadseitn\u201c (Hofgassen, H\u00f6llgasse und Stadtplatz S\u00fcdseite). Drittes Viertel \u201eAuf der Wiesen und Vorberg\u201c (untere Stadt mit Vorberg und Wiesn) Viertes Viertel \u201eAm Haidt\u201c (Heid und Empfing)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>01.02.1519<\/strong> auf herzoglichen Befehl soll die Stadt Traunstein f\u00fcr zwei Monate 20 Fu\u00dfknechte bereitstellen zur Eroberung der Stadt Reutlingen. Ersatzweise sind 160 Gulden zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>18.03.1568<\/strong> Herzog Albrecht genehmigt der Stadt Traunstein befristet den sog. Scheibenpfennig. Das war f\u00fcr jedes Salzfass, das hier abgelegt wurde, ein Pfennig.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Im Jahre <strong>1580<\/strong> brannten zehn H\u00e4user am jetzigen Taubenmarkt ab. \u2013 1587 wurde eine Feuerverordnung hergestellt und von da an alle Jahre zweimal Feuerbeschau gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Heilig-Geist \/ Traunstein<\/em> &#8211; <strong>25.01.1587<\/strong> die Regierung genehmigt den Vertrag der Stadt Traunstein mit den Ordensoberen der Barmherzigen Schwestern, wonach ein Haus in Heilig Geist zum Spital umgebaut wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211;<strong> 29.01.1600<\/strong> eine &#8222;Fischmeister-Instruktion&#8220; f\u00fcr den Chiemsee erscheint und regelt die Rechte der Fischereiaus\u00fcbung, den Betrieb der Fischerei, Methoden und Techniken des Fischwerkes, Wasserschutz und Frevelstrafen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1608<\/strong> wurde der B\u00e4ckermeister Johann Schwarzgrebner 14 Tage lang in Ketten in das Haseneck, das ein b\u00fcrgerliches Gef\u00e4ngnis war, eingesperrt, weil er brennende Scheite in die Holzkammer liegen lie\u00df. Er war von 1604-1624 B\u00e4cker und Besitzer in der mittleren Hofgasse Nr. 107; heue Mittlere Hofgasse 6.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein <\/em>&#8211; <strong>1616<\/strong> der Traunsteiner Wirt Simon Pelz bezahlte das Vergn\u00fcgen, sich betrunken w\u00e4hrend der Sonntagspredigt in einem Schlitten auf dem Stadtplatz herumfahren zu lassen mit Haft und 1 Fl. 34 Kr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1618<\/strong> wurde der Schmied Adam Arletinger 4 Tage lang bei Wasser und Brot eingesperrt, weil in seinem Hause Feuer auskam und zwei Wiesen abbranten. Der Kuperschmied Johann Herzog 8 Tage lang bei Wasser und Brot in das Haseneck eingesperrt, weil durch seine Fahrl\u00e4ssigkeit eine Feuergefahr entstanden war.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chieming<\/em> &#8211; <strong>1621<\/strong> standen 2 Bauern von Chieming unter dem Verdacht des Ro\u00dfdiebstahles. Der Scharfrichter folterte sie zweimal peinlich, hat sie in die Leiter gespannt, geschnitten und gebrannt. Als sie trotzdem nichts gestanden, stellte man sie an den Pranger und verwies sie des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1623<\/strong> wurde auf dem Jacklturm eine neue Feuerglocke aufgehangen. Sie war 19 Pfund schwer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>1628<\/strong> Hungersnot im Chiemgau, nach schweren Schauern und schlechten Ernten verdarb das Getreide, die Chiemgauer mussten Haferbrot essen, schrieb \u00c4btissin Magdalena Haidenbucher (1609-1650) in ihr Tagebuch.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Adelholzen<\/em> &#8211; <strong>23.01.1629<\/strong> wird von Kurf\u00fcrst Maximilian I. zum Edelmannsitz erhoben<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>1633<\/strong> kommt von M\u00fcnchen der Befehl, dass das Kloster Frauenchiemsee 180 Gulden Kriegssteuer zu zahlen und drei ger\u00fcstete Pferde zu stellen habe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>1635<\/strong> herschte bis Ende Juli eine gro\u00dfe Hitze, die ab dem 2. August von starken Regeng\u00fcssen und Hagelwetter abgel\u00f6st wurde. Das Getreide war dadurch im Chiemgau rar geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>02.01.1636<\/strong> wurde der letzte Pesttote der Stadt beerdigt. Seit August 1635 fielen in der Stadt 117 Menschen der Pest zum Opfer. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1637 <\/strong>wurden auf dem oberen und unteren Tor Feuerw\u00e4chter aufgestellt. Es wurde ihnen aufgetragen, bei einer Feuergefahr \u201eMalheur\u201c zu schreien.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Schnaitsee<\/em> &#8211; <strong>1640<\/strong> verlor eines Diebstahls wegen der Schnaitseer Schreiner Simon Grad durch das Halsgericht unter dem Klinger Pflegeverwalter Jakob Dellinger sein Leben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1645<\/strong> stand eine Dienstmagd von Traunstein vier Stunden an der Schands\u00e4ule, weil sie \u201eTausendsakra\u201c geflucht hatte. Kurf\u00fcrst Maximilian hatte 1635 solche Bestrafung f\u00fcr Flucher statt Geldbu\u00dfe angeordnet.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1652<\/strong> wurde die Dienstmagd des Hinterm\u00fcllers Simon Kirchsteger, die durch ihre Fahrl\u00e4ssigkeit eine gro\u00dfe Feuergefahr verursacht hatte, 24 Stunden in die Geige geschlagen und hernach in derselben und mit einem brennenden Spann in der hand auf dem Stadtplatz herumgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1653<\/strong> in Traunstein; mu\u00dften zwei Zimmerleute, weil sie in einer K\u00fcche, wo viel Holz war, Tabak rauchten. Zwei Stunden lang mit einem aus Tabakspfeifen gemachten Kranz auf offener Stra\u00dfe stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1660<\/strong> wurde in Traunstein ein Bauer zwei Tage eingesperrt, der zwei Sonntgae der Kirche ferngeblieben ist. Das Scheibenfahren (Salzscheiben) war w\u00e4hrend des Gottesdienstes an Sonn- und Feiertagen verboten<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1666<\/strong> brannte es im Haus des Keitl-Webers im Vorberg, heute das Haus Scheibenstr. 11<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1667<\/strong> wurde in Traunstein ein Dienstknecht 24 Stunden in Eisen geschlagen, der zur Nachtzeit herumschw\u00e4rmte und die Pferde ohne Futter lie\u00df. Der Schwur \u201eder Teufel soll mich holen\u201c wurde mit 34 Kr. Bestraft.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Inzell<\/em> &#8211; <strong>1669<\/strong> Amalie Schmid von Inzell wurde wegen Hexerei und Umganges mit dem b\u00f6sen Feind des Landes verwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1671<\/strong> kam in der Au durch die Fahrl\u00e4ssigkeit einer W\u00e4scherin Feuer aus. Ein gro\u00dfer Teil der Salinengeb\u00e4ude brannte nieder. Damals gelobte die Salinengemeinde einen j\u00e4hrlichen Kreuzgang nach Tettenhausen am Waginger See<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grabenst\u00e4tt<\/em> &#8211; <strong>1674<\/strong> wurden der Wirt Stadler und der Metzger von Grabenst\u00e4tt wegen Gottesl\u00e4sterung drei Stunden an die Schands\u00e4ule in Traunstein gebunden und bei geringer Kost 60 Stunden eingelocht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Siegsdorf<\/em> &#8211; <strong>1676<\/strong> wurde 13 Bauern der Pf. Siegsdorf mit der Zahlung von je 2 Schilling Pfennigen bestraft, weil sie am Lichtmesstag die Predigt in der Kirche Siegsdorf Vorzeitig verlassen und im Wirtshaus Tabak geraucht hatten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunwalchen<\/em> &#8211; <strong>1685<\/strong> auf Anzeige des Pr\u00e4laten von Baumburg wurden 56 Bauern der Traunwalcher Pfarrei wegen Unterlassung des Opferganges zu Ostern jeder um 34 Kr. Gestraft.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Der erste Kaminkehrer Traunsteins bzw. Hofmark Au war Wilhelm Progino. Er kam aus Niva, einem Ort im Kanton Tessin. Nach 4 \u00bd Jahren der Lehre kam er um <strong>1690<\/strong> nach Traunstein-Au. Die Familie Progino hat mehr als 200 Jahre, bis in die zwanziger des 20 Jhd. Das Kaminkehrerhandwerk in Traunstein ausgef\u00fcht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Seebruck<\/em> &#8211; <strong>16.01.1694<\/strong> w\u00fctet ein Brand und zerst\u00f6rt mehrere Wohnh\u00e4user.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>10.02.1715<\/strong> Die offizielle Feier anl\u00e4\u00dflich der Wiedereingliederung des \u00f6stlichen Bayerns, das zehn Jahre unter \u00f6sterreichischer Hoheit stand, findet in Traunstein statt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Haslach<\/em> &#8211; Am <strong>09.06.1718<\/strong> Nachts kam in einem Bauernhaus in Haslach durch Unvorsichtigkeit Feuer aus. Das ganze Dorf sammt dem Pfarrhof, sowie auch der Dachstuhl der Kirche brannte ab. Die Glocken schmolzen. Johann Philipp, Graf von Lamberg, der damals Pfarrer war, baute den Pfarrhof wieder auf.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>21.03.1721<\/strong> Der damalige Seebrucker Pfarrer Jakobus Birchinger bricht im Eis des noch gefrorenen Chiemsees ein und ertrinkt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Reit im Winkl<\/em> &#8211; <strong>11.02.1742<\/strong> Die Bewohner unternehmen eine Wallfahrt nach Maria Klobenstein, weil das Dorf auf die Anrufung Mariens hin beim Durchzug feindlicher Truppen vor &#8222;Mord und Raub, Brand uns sonstigen \u00dcbeln bewahret&#8220; wurde<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>05.07.1750<\/strong> schlug der Blitz in einem Stadel au\u00dferhalb des Gottesackers ein. Acht St\u00e4del brannten ab.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; 24.07.<strong>1770<\/strong> schlug der Blitz w\u00e4hrend des Wetterl\u00e4utens im Kirchturm St. Oswald ein, t\u00f6tete den 15 j\u00e4hrigen Bindersohn Johann Wecker, verwundete drei andere Personen, zerschmolz die gr\u00f6\u00dfte zinnerne Orgelpfeife und besch\u00e4digte den Turm.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <em><strong>1771<\/strong><\/em> das Traunsteiner Gericht erkannte auf Strafen von 30 Kr. bis 2 fl. f\u00fcr nachstehende Beschimpfungen: Schelm, Nachtrabe, Mauskopf, Schinder, Hundsnase, Sauschweif, Wettermacherin, Hexe, Lump, Schurk, verlogener Kerl, Fletzgoschen, Judenschelm, Hundsbube und Diebskrott\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>Baumburg<\/em> &#8211; <strong>1801<\/strong> wurden \u00fcber 9000 gefangene \u00d6sterreicher auf dem Kirchhof und in der Kirche in Baumburg eingesperrt. Sie machten mit den Kirchenst\u00fchlen und Friedhofskreuzen Feuer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>05.02.1801<\/strong> an diesem Tag kommen 2000 franz\u00f6sische Soldaten nach Traunstein ins Quartier und stellen unerh\u00f6rte  Forderungen. Sie bleiben trotz der Bitten einer Deputation bei der Generalit\u00e4t in Salzburg bis Ende M\u00e4rz.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1810<\/strong> gab es in Traunstein eine Postexpedition, die Witwe Singles die Inhaberin der Posthalterei, die im Stockhammer\u00b4schen Bier- und Weinwirthaus (heute Stadtplatz 34) untergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>15.03.1812<\/strong>; mit Weisung der kgl. Generalpostdirektion M\u00fcnchen wird die Stra\u00dfe M\u00fcnchen-Rosenheim-Traunstein-Salzburg f\u00fcr die reitende und fahrende Post zur Poststra\u00dfe erhoben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Knappenfeld<\/em> &#8211; die Bergknappensiedlung ist zwischen <strong>1823 und 1842<\/strong> besiedelt worden. Die Entstehung geht auf einen Antrag der Bergwerksverwaltung an die oberste Beh\u00f6rde in M\u00fcnchen aus dem Jahr 1808 zur\u00fcck. Die in \u201eHerbergsnot\u201c befindlichen Bergknappen mussten 15 Jahre lang warten, bis mit dem Bau der Bergknappensiedlung auf dem \u201e\u00f6den Waldgr\u00fcnden\u201c in den Salinenforsten \u201ePechschnait\u201c, unmittelbar neben der ehemaligen Landesgrenze, begonnen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grabenst\u00e4tt<\/em> &#8211; Durch einen Brand <strong>1834<\/strong> wurde das Grabenst\u00e4tter Wasserschloss nach 240 Jahren mit den beiden Kirchen und 20 H\u00e4usern zerst\u00f6rt. Joseph von Mayrhofen errichtete an Stelle des Schlosses ein schlo\u00dfartiges Geb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1843<\/strong> kam eine Postverbindung zwischen Traunstein und Berchtesgaden zustande, die \u00fcber Siegsdorf, Hammer und Inzell f\u00fchrte. Postroute Traunstein-Inzell 4 Poststunden \/ Inzell-Berchtesgaden 6 \u00bd Poststunden \/ Inzell-Unken 5 Poststunden (1 Poststunde 3,707 km)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Marquartstein<\/em> &#8211; <strong>02.02.1843<\/strong> ein n\u00e4chtlicher Brand legt die Burgkirche St. Veit in Schutt und Asche. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1853<\/strong> wird die 61 Zentner wiegende Frauenglocke f\u00fcr die St. Oswald Kirche in Traunstein in Salzburg geweiht. Am 16 Januar. 1853 wird diese feierlich in Traunstein entgegengenommen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wonneberg<\/em> &#8211; Am <strong>8. Oktober 1865<\/strong> war in Traunsteiner Wochenblatt zu lesen, da\u00df am Donnerstagabend ein neuerbautes Bauernanwesen in Hirschau ein Raub der Flammen wurde: \u201eVieh und Fahrni\u00df ging zu Grunde. Nur die Spritze von Traunstein mit einigen Feuerwehrm\u00e4nnern, denen es gelang, den untern Theil des Hauses zu retten, kam zu Hilfe. Man vermuthet Brandstiftung.\u201c Dieser Brand erhitzte die Gem\u00fcter noch l\u00e4ngere Zeit; man warf der Zeitung vor, nicht wahrheitsgem\u00e4\u00df berichtet zu haben. Letzten Endes stand fest, da\u00df ein Bauer den Brandstifter ermittelt hatte, auf dessen Angabe hin der \u00dcbelt\u00e4ter arretiert werden konnte. Es wurde jedoch betont, das es das Verdienst des Stationskommandanten war, den Brandstifter zum Gest\u00e4ndnis der Tat bewegt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grabenst\u00e4tt<\/em> &#8211; <strong>13.07.1862<\/strong> brannte ganz Grabenst\u00e4tt ab, 52 H\u00e4user und 23 Nebengeb\u00e4ude wurden ein Raub der Flammen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wonneberg<\/em> &#8211; In den Jahren <strong>1866 \u2013 1868<\/strong> wurden 18 Hochzeiten abgehalten, was sich positive auf die Gemeindekasse auswirkte, denn auch die Ausstellung einer Heiraterlaubnis war nicht umsonst zu haben und f\u00fcllte die Gemeindekasse.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>24.01.1878<\/strong> ab sofort m\u00fcssen alle auf dem Traunsteiner Markt angebotenen Viktualien auf der st\u00e4dtischen Marktwaage gewogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>1888<\/strong> ist er wieder einmal zugefroren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hochberg<\/em> &#8211; <strong>24.01.1890<\/strong> bei einem schweren Schneesturm wird der auf dem Hochberg erbaute Aussichtsturm zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Waging am See<\/em> &#8211; <strong>16.01.1891<\/strong> von Montag bis Donnerstag tief in die Nacht hinein herrschte in der Gegend ein furchtbarer Schneesturm. Der Schnee liegt stellenweise bis zu 1,5 Meter hoch. Von Verkehr war keine Rede mehr. Die Schulen schlossen von selbst, da die Kinder nicht mehr kommen konnten. Erst am 16. konnte man daran denken, dem Verkehre wieder Wege zu bahnen. Die Schneemassenlagen derart, da\u00df 4 Pferde M\u00fche hatten, den Schneepflug durchzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Grabenst\u00e4tt<\/em> &#8211; <strong>1892<\/strong> die Musikkapelle Grabenst\u00e4tt gibt ihr erstes \u00f6ffentliches Konzert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau <\/em>&#8211; <strong>1893<\/strong> im <strong>Januar <\/strong>wird geschrieben das die Menschen unter einem besonders strengen Winter mit sehr viel Schnee und einer ungew\u00f6hnlichen K\u00e4lte, in deren Verlauf sogar die Salzach bei Burghausen zugefroren ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1895<\/strong> verleiht Prinz Luitpold dem Traunsteiner Juwelier und Goldschmied Sigmund St\u00f6ttner als ersten B\u00fcrger Traunsteins den k\u00f6niglich-bayerischen Hoftitel und die Befugnis, das k\u00f6nigliche Wappen zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Altenmarkt <\/em>&#8211; <strong>19.03.1900<\/strong> Der Gemeinderat genehmigt den Antrag zur Errichtung eines eisernes Fu\u00dfg\u00e4ngersteges an der Eisenbahnbr\u00fccke. Die Gemeinde steuert 100 Mark bei.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00dcbersee<\/em> &#8211; <strong>12.03.1902<\/strong> Prinzregent Luitpold genehmigt die Pl\u00e4ne f\u00fcr die neue Pfarrkirche<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hochgern<\/em> &#8211;<strong> 28.01.1906<\/strong> vom Hochgernhaus findet das erste &#8218;Rodelrennen statt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>12.02.1907<\/strong> an diesem Sonntag brechen gleich vier Menschen im Chiemsee ein und ertrinken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Unter \u201eFremdenfrequenz\u201c teilt der Kur- und Versch\u00f6nerungsverein mit, dass in der Stadt Traunstein ein g\u00fcnstiges Resultat f\u00fcr <strong>1909<\/strong> zu verzeichnen sei: es waren 1745 Kur- und Sommerg\u00e4ste und 8310 Passanten gez\u00e4hlt worden; 1907 waren es 1535 Kurg\u00e4ste und 7781 Passanten und 1905 1453 bzw. 5468.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Obing\/Trostberg<\/em> &#8211; <strong>12.03.1909<\/strong> Die Stellwagenfahrten zwischen Obing und Trostberg werden aufgenommen. Fahrzeit betr\u00e4gt 2 1\/2 Stunden, eine Fahrt kostet 90 Pfennig.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemsee<\/em> &#8211; <strong>11.02.1914<\/strong> zum ersten mal f\u00e4hrt ein Auto \u00fcber den zugefrorenen Chiemsee auf die Fraueninsel und zur Herreninsel; Eugen Schweinberger aus Prien ist der Fahrer.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>15.02.1925<\/strong> Ein F\u00f6hnsturm tobt \u00fcber dem Oberland und dem Chiemgau hinweg. H\u00e4user werden abgedeckt und viele Br\u00e4nde entfacht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; Das Jahr <strong>1940<\/strong> forderte das erste Opfer unter den Traunsteiner Soldaten. Im Februar 1941 z\u00e4hlte man 26 Gefallene, im Juni 1943 schon 176 Gefallene. Die nach dem Kriegsende erstellte Liste verzeichnet schlie\u00dflich 523 Namen gefallener und 73 vermisster Traunsteiner Soldaten. Nat\u00fcrlich waren auch das Krankenhaus und die Notlazarette immer st\u00e4rker mit Schwerkranken und Schwerverwundeten belegt, sodass fast t\u00e4glich Todesf\u00e4lle eintraten, und manchmal sechs bis acht Soldaten in einem Massengrab bestattet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Traunstein<\/em> &#8211; <strong>1945<\/strong>; Gegen Ende des Krieges kamen die Massen der Fl\u00fcchtlinge und Evakuierten hinzu, im September 1944 belief sich deren Zahl auf 3443 Personen. Es bedarf keiner allzu gro\u00dfen Fantasie, um sich die chaotische Wohnungs- und Ern\u00e4hrungssituation vorzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Oberw\u00f6ssen<\/em>\/Traunstein  &#8211; <strong>1950<\/strong> findet das Er\u00f6ffnungsspringen auf der neuen Naturschanze in Oberw\u00f6ssen statt. Ebenso in Traunstein auf der B\u00fcrgerwaldschanze.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Reit im Winkl<\/em> &#8211; <strong>26.01.1950<\/strong> die in den Nachkriegswirren verschwundene Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl kehrt auf verschlungenen Wegen aus den USA in das Dorf zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Eisen\u00e4rzt<\/em> &#8211; Im Jahr <strong>1965<\/strong> wurde das Feriendorf Eisen\u00e4rzt im Ortsteil H\u00f6rgering, der &#8222;Stiftung Hilfswerk Berlin&#8220; er\u00f6ffnet, bestehend aus zuletzt 108 Ferienh\u00e4usern. Zu Zeiten des zweigeteilten Deutschlands konnten Berliner Familien mit geringem Einkommen preisg\u00fcnstig \u00fcber das Hilfswerk Berlin die Sommerferien dort verbringen. 2017 wurden die Geb\u00e4ude abgerissen, um dort ein Baugebiet f\u00fcr Wohnbebauung zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bernhaupten<\/em> &#8211; <strong>1967<\/strong> fand man ca. 750 m nordwestlich der Kirche Bernhaupten bei Bauarbeiten an der Autobahn Brandgr\u00e4ber aus der r\u00f6mischen Kaiserzeit. Gefunden wurden Glas und Scherben von r\u00f6mischen Geschirr.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Chiemgau<\/em> &#8211; <strong>16.01.1992<\/strong> wird als &#8222;Brandnacht&#8220; in die Geschichte bei Polizei und Feuerwehr eingehen. In Traunstein gehen ein LKW sowie ein Lagerhaus und der Reiterhof in Gei\u00dfing in Flammen auf, in Marwang brennt ein Bauernhof. Der Schaden betr\u00e4gt \u00fcber 3 Millionen Mark. Ursache war in allen F\u00e4llen Brandstiftung durch einen 21j\u00e4hrigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historische Infos, Ereignisse nach Datum geordnet Traunstein &#8211; 500 \u2013 15 vor Christus: Ein reich ausgestattetes keltisches Frauengrab, aufgefunden im Gel\u00e4nde der G\u00e4rtnerei an der Wasserburger Stra\u00dfe 2 wird mit der Sp\u00e4t-Latenezeit in Verbindung gebracht. Chiemgau &#8211; Als die R\u00f6mer um das Jahr 14 n. Chr. 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